• Dampfen statt Rauchen

    Dampfen statt Rauchen

    Raucher haben es zunehmend schwerer in unserer Gesellschaft. Sie sind unbeliebt in geschlossenen Räumen und sogar draussen werden sie reglementiert, wenn sie ihrem Laster frönen. Dazu kommt die Erkenntnis, dass Rauchen wirklich ungesund ist und diese dann irgendwann bei jedem Raucher zur Frage führt, ob er nicht besser aufhören würde.

    Aufhören Rauchen

    Doch das mit dem Aufhören ist so eine Sache. Jahrelang antrainierte Gewohnheiten legt man nicht einfach so ab. Und der Körper verlangt gierig nach dem Nikotin, das er tagein tagaus gewöhnt ist. Zwar gibt es endlos viele Angebote zur Rauchentwöhnung, aber die wenigsten davon funktionieren wirklich. Der wichtigste Faktor bei der Rauchentwöhnung ist der Wille des Rauchers. Ist dieser gross genug und bleibt auch stark in den ersten schwierigen Tagen, so haben unterstützende Mittel durchaus eine gute Chance.

    Mit der E-Zigarette aufhören zu Rauchen

    Die Frage, ob man mit der E-Zigarette vom Rauchen wegkommt, wird oft gestellt. Und oft beantwortet. Die klassische Aussage dazu ist: Jein. Man kann zwar die Zigarette substituieren mit einer E-Zigi, aber dann dampft man weiterhin das giftige Nikotin und hat damit zwar den Verbrennungsprozess der Zigarette ausgelassen, führt aber dem Körper weiterhin das Suchtmittel zu.

    Im Gegensatz zu anderen Entwöhnungsmitteln, die dem Körper weiterhin Nikotin zuführen (Bsp. Nikotinpflaster) kann der Raucher beim Dampfen einer elektronischen Variante aber immerhin den üblichen Bewegungsablauf ausführen und mehr oder weniger genussvoll an einem Stängel saugen.

    Die Skeptiker und auch allerlei „Spezialisten“ warnen aber davor, zu wechseln, denn das sei weiterhin ungesund. Zwar anerkennen diese Leute dass beim Verdampfen weniger Schadstoffe anfallen als beim Verbrennen, setzen diesen Vorteil aber gleich wieder ab mit der Erkenntnis, dass man beim Dampfen noch keine Langzeitresultate zur Verträglichkeit der Inhaltsstoffe dort habe.

    Die Sache mit dem Nikotin

    Es nützt also nichts, wenn man einfach von der Zigarette zum Nikotinersatz in irgendeiner Form wechselt. Eigentlich ja besonders in der Schweiz ein ganz spannendes Thema, denn hier ist es ja verboten, nikotinhaltige Liquids zu verkaufen. Dampfer in der Schweiz müssen diese teurer im Ausland beziehen und fördern damit nicht die Bohne die einheimische Marktwirtschaft. Aber das ist ein anderes Thema…

    Sinnvoll wäre also einzig der Nikotinentzug. Und genau auf diesen ziele ich mit meinem Artikel ab, denn auch ich weiss nicht, ob Liquids schädlich oder nicht sind. Zahlreiche Experten bestätigen bisher, dass die E-Zigarette ein sehr gutes Mittel zur Entwöhnung wäre, wenn da nicht die Tatsache bliebe, dass man weiterhin Nikotin bekommt.

    Eine Methode zur Rauchentwöhnung

    Eine gute Methode wäre dann also, auch das Nikotin abzusetzen.

    www.stattrauchen.ch zeigt nun genau eine solche Methode glasklar und leicht nachvollziehbar auf. Zuerst einmal braucht es den klaren Willen des Rauchers, es sein zu lassen. Dann bekommt er eine für ihn passende E-Zigarette in die Hand gedrückt – Modelle gibt es da ja zuhauf. Jetzt gibt man ihm auch noch Nikotin, entweder mit einem (natürlich im Ausland gekauften) nikotinhaltigen Liquid oder aber z.B. mit einem Pflaster von Nicotinell. Ab jetzt wird gedampft. Damit bekommt der Körper noch sein übliches „Gift“ und zeigt keine Entzugserscheinungen. Und der Raucher selbst hält an seinen Gewohnheiten fest und „raucht“ wie immer in Gesellschaft, beim Kaffee, nach dem Aufstehen, nach… Sie wissen schon. Das erzeugt bei ihm keinen Stress und spart im Gegensatz zum oft empfohlenen Ersatz durch Essen auch nicht zur Gewichtszunahme.

    Damit ist es aber nicht getan – Dampfen statt Rauchen

    Denn jetzt geht es erst richtig los. Der Raucher soll nämlich nun nach und nach die Nikotinzufuhr reduzieren bis er da auf einem Null-Level liegt. In dieser Zeit hat er sich bestimmt auch schon an die in unserem Land manchmal schiefen Blicke beim Dampfen gewöhnt. So ganz ohne Nikotin haben wir nun einen Dampfer und keinen Raucher mehr. Jetzt kann sich der Dampfer gerne auch noch überlegen, ob er sich auch das Dampfen nach und nach abgewöhnt oder ob er dabei bleibt.

    Ein wirklicher Nichtraucher ist man dann aber eben noch nicht ganz so schnell, denn es dauert Jahre, bis man das wirklich geschafft hat. Und es passiert immer wieder, dass man plötzlich das Verlangen nach einer Zigarette hat, auch wenn man schon längst dampft. Es gilt standhaft zu bleiben und auf den eigenen Erfolg zurück zu blicken, damit man diesen nicht wieder aufgibt. Aber es gibt Studien die belegen, dass weniger Dampfer rückfällig werden als Menschen, die sonst irgendwie aufgehört haben zu Rauchen. Na ja, Studien gibt es natürlich immer für alles – und immer auch Gegenstudien dazu.

    Eigentlich ganz logisch

    Für mich macht aber diese Methode der Rauchentwöhnung Sinn: das Rauchen ist für mich Nikotinzufuhr plus motorischer Ablauf. Und nur dann, wenn ich die beiden Punkte angreife, habe ich eine Chance auf Erfolg. Beides kann aber in den seltensten Fällen Knall auf Fall aufgegeben werden und so denke ich, dass die stückweise Reduktion wirklich schlau ist.

    Und wenn Raucher dann so weit sind, dass sie ganz ohne Nikotin auskommen und vielleicht dennoch Dampfen, dann können sie die selbsternannten Spezialisten endlich mundtot machen: denn Dampfen ist besser als Rauchen und das erst recht, wenn man dabei keine nikotinhaltigen Produkte verwendet!

     

    Dieser Artikel widerspiegelt die persönliche Meinung von Anna Schreiber.

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