• Die Grossen legen los im E-Zigarettenmarkt

    Heute muss sich meinem Ärger doch Luft machen!

    Eigentlich müsste ich wohl einen Brief an unseren Bundesrat schreiben, der so rein gar nichts tut um die Gesetzgebung rund um die E-Zigarette endlich voran zu bringen und damit gleiche Marktbedingungen für alle zu schaffen. Aber weil ja hinlänglich bekannt ist, dass soclhe Briefe weder gelesen noch beachtet werden, schenke ich mir das.

    Aber ich muss doch an dieser Stelle wieder einmal mitteilen, was ich davon halte, was unser Staat da so bringt.

    Der verbietet nämlich weiterhin den Verkauf nikotinhaltiger Liquids zu den E-Zigaretten, die ja wohl jeder Raucher, der aufhören will, zuerst einmal braucht. Weil der Verkauf bei uns nicht zulässig ist, wandern zahlreiche Kunden ab und bestellen im grenznahen Ausland, aus dem man ja beziehen darf. Und wenn man dann schon mal dabei ist, kann man auch gleich noch das eine oder andere Gerät oder Ersatzteil ebenfalls im Ausland einkaufen. Das ist für mich alles andere als wirtschaftsfördernd hier.

    Heute morgen aber lese ich in aller Ruhe meine Zeitung und studiere dabei auch das Magazin, das dieser beiliegt. Und was sticht mir dabei ins Auge? Die einseitige Werbeanzeige für IQOS, die e-Zigarette von Marlboro!

    Die IQOS ist ein Produkt, das Tabak verdampft und damit dem Tabakgesetz unterstellt ist. In ihr befindet sich natürlich auch Nikotin, das aber eben dank dem Tabak-Status zulässig ist im Gegenteil zu den Liquids für die Namensvettern (E-Zigaretten). 

    Wäre es wohl ketzerisch zu fragen, was genau unser Staat davon hat, den grossen Tabakmultis den Markt in die Hände zu spielen?

    Während kleinere Händler auf in Frage zu stellende Verbote treffen, können die grossen Multis sich in aller Seelenruhe mit einem riesigen Budget breit machen. Neben den ohne Frage tollen Inseraten gibt es an zahlreichen Kiosken nun auch noch Live-Berater, die einem das Produkt erklären und mit tollen Angeboten locken.

    Verstehen Sie mich nicht falsch: ich finde es auch richtig, das man E-Zigaretten erklärt und dazu Beratung anbietet. Und ich persönlich denke auch, dass die E-Zigarette eine gute Alternative zur Pyro ist. Und selbstverständlich denke ich auch, dass man die Abgabe regulieren muss und die Jugend schützen, keine Frage.

    Aber es ist doch unfair, dass Marlboro die Chance hat, Menschen zu überzeugen von einer E-Zigarette und die Schweizer Händler können keine bedarfskonformen Produkte anbieten, finden Sie nicht?

    Ich bin ja bloss froh, dass die Verbrauchertests, die zur IQOS bisher bekannt geworden sind, allesamt das gleiche aussagen: das Produkt ist nicht so wirklich toll. Und da kann dann auch unser Väterchen Staat nicht weiter helfen, egal wie viel Lobbying betrieben wird und wieviel Werbung gemacht werden darf...

    Aber eben, wieder einmal muss festgehalten werden, dass wir selbstgemachten Hemnissen gegenüber stehen, die so rein gar keinen Sinn machen und auf Unwahrheiten, Unkenntnis und Desinteresse beruhen - schade, dass unser Gesundheitsminister es für unnötig hält, um die Gesundheit der Bürger besorgt zu sein... (und das würde mich gleich auch noch zu den steigenden Krankenkassenprämien bringen, aber das geht hier zu weit ;-) ...).

     

    Dieser Text widerspiegelt die persönliche Meinung von Anna Schreiber.

     

    Werbung im heutigen Magazin

     

     

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