• Ein Blick auf TPD-konforme Verpackungen der E-Liquids

    Wer heute ein Liquid in Europa verkaufen möchte, muss sich an die folgenden Vorgaben halten – etwas, das gerade amerikanische Hersteller mit oftmals dort viel grösserem Verkaufsvolumen aufstöhnen lässt.

    Enthält das Liquid denn nun Nikotin - oder nicht?

    Sämtliche Liquids müssen nun zwingend die Information «Produkt enthält Nikotin» tragen, wobei dann der jeweilige Nikotingehalt in mg deutlich ausgewiesen werden muss. So sind in einem solchen Liquid mit «o mg» definitiv kein Nikotin enthalten – eine Tatsache, die schon manchen Zollbeamten bei der Einfuhr völlig verunsichert hat, weil da ja auch steht, dass Nikotin enthalten sei.

    Liquids mit einer Nikotinstärke von mehr als 3 mg müssen zwingend dieses Achtung Symbol tragen sowie einen Hinweis, dass dieses Produkt Nikotin enthält. Zudem wird hier erklärt, dass der Hautkontakt schädlich ist und dass man im Falle von verschlucken gleich das Vergiftungscenter kontaktieren soll. Falls das Produkt auf die Haut kommt, soll man diese reichlich spülen und allfällig kontaminierte Kleidung gleich waschen. Die Behälter der Liquids sollen korrekt entsorgt werden in speziell ausgezeichnete Abfalleimer.

    Liquids mit mehr als 6 mg Stärke bekommen dann dieses  Signet verpasst.

    Dazu dann auch gleich die Information, dass das Produkt giftig im Hautkontakt sei und die gleichen Hinweise wie beim 3 mg-Produkt.

    Und noch viel mehr Informationen

    Neben deutlichen Gesundheitswarnungen im Sinne von «Dieses Produkt enthält Nikotin: einen Stoff, der sehr stark abhängig macht. Es wird nicht für den Gebrauch durch Nichtraucher empfohlen.», gehören zwingend auf die Packung:

    1. Markenname
    2. Inhaltsstoffe nach Inhaltsmenge aufgelistet
    3. Nikotingehalt
    4. Batch Nummer
    5. Hinweis «Ausser Reichweite von Kindern und Tieren halten»
    6. Informationen zum Hersteller (genaue Adresse)

    Weiterns finden sich auch gerne Informationen zum Verhältnis PG/VG sowie ein Hinweis, dass man genauere Informationen auf einem Beipackzettel nachlesen kann.

    Auch beliebt sind folgende Signete:

     18 MindestalterVerkauf ab 18 Jahren

     SchwangereNicht in Schwangerschaft/Stillzeit verwenden

     RecycleRecyklierbare Verpackung

    Und dazu dann auch gerne noch ein Text, der darauf hinweist, dass man allergisch sein könnte auf das Produkt, wenn man Propylenglykol oder Glyzerin nicht verträgt.

    Und zu guter Letzt dann doch noch eine hilfreiche Information zur optimalen Lagerung eines Liquids: kühl, dunkel und nicht in Greifweite von Kindern und Tieren.

    So sieht das ideale Liquid dann aus

    An diesem Beispiel sieht man dann in etwa, wie so eine Liquidverpackung neu auszusehen hat.

     Musterverpackung

    Witzigerweise sind die Gebindegrössen der Liquids in der EU nun auch reguliert und die Fläschchen werden immer kleiner, während immer mehr Infos darauf angebracht werden sollen. Ganz im Sinne der Umwelt müssen nun also zwingend Umkartons und Beipackzettel produziert werden, die beim Dampfer den einzigen Nutzen haben, in die Tonne zu wandern.

    Aber hey, wir wollen ja nicht querulieren und halten uns brav ans Gesetz. Wenn wir aber diese Vorschriften so sehen, dann sind wir wohl zum ersten Mal sehr froh, dass die Schweizer Legislative es nicht schafft, zeitnah eine klare Gesetzgebung zu definieren. Denn so lange sich der Gesetzgeber bevorzugt mit Fragen zu Werbemöglichkeiten bei der Zigarette beschäftigt, kümmert sich niemand wirklich um die Anpassung an europäische Normen bei der E-Zigarette. Und für uns als Händler, der bevorzugt amerikanische Liquids absetzt, ist dies für einmal doch eine gute Nachricht, denn die Amis sperren sich grösstenteils noch bei solchen Vorgaben, umso mehr als dort die Flaschengrösse wächst statt schrumpft und die Informationen nie diesen Rahmen erfüllen.

    Ein wenig fragt man sich aber schon, ob es eigentlich noch immer um das Produkt selbst geht, oder was?

     

    PS – Wir haben diese Informationen im Netz zusammengetragen – aber uns fällt selbst auf, dass die Umsetzung der Vorgaben dann doch bei weitem nicht so ausführlich ist – vielleicht ja sich da dann doch auch der eine oder andere auch gefragt…

     

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