• Keine Studie zu E-Zigaretten

    Die E-Zigarette ist weltweit auf dem Vormarsch und dies, obwohl hitzig darüber diskutiert wird, ob sie überhaupt „gesund“ ist. Immer neue, effektvolle Schlagzeilen wecken unser Interesse und Dampfer sind zunehmend verunsichert.

    Heute bin ich über einen sehr interessanten Blog gestolpert: http://blog.rursus.de/2015/02/liste-der-studien-zum-thema-e-zigarette-stand-januar-2015/.

    Rursus, eine Kapazität auf diesem Gebiet, hat sich da mit der Frage befasst, wie viele Infos mit Hand und Fuss es denn wirklich gibt. Und siehe da, es sind gar nicht so wenige, wie man immer denkt!

    Ich habe nun intensiv nachgelesen und dabei herausgefunden, dass jede Studie nur einen kleinen Teilaspekt behandelt. Ein Gesamtbild des Marktes gibt es natürlich auch, aber solche Studien können nur gegen horrende Gebühren (mindestens 3000 USD) eingesehen werden. Ich vermute mal, dass es deshalb gar nicht dazu kommt, dass solche Studien der breiten Masse vorgestellt werden, sondern vielmehr gerne reisserische Titel den Weg in unsere Tagespresse finden, schade.

    Basierend auf den vielen Einzelinformationen ist klar, dass der amerikanische Markt klarer Vorreiter in Sachen Dampfen ist. Dieser weist im Moment ein jährliches Wachstum von rund 25% (Quelle:Euromonitor International data) aus und die Branche rechnet damit, dass dieses auch weiterhin so erhalten bleibt. Natürlich haben nun auch die grösseren Tabakkonzerne gemerkt, dass Ihnen Raucher entgehen, die sie noch nicht sofort wieder ausgleichen können. Der Versuch, so rasch wie möglich im Bereich e-Zigarette Fuss fassen zu können, liegt da auf der Hand.

    So hat z.B. Lorrilard Inc. (verkauft Zigaretten der Marken Newport, Kent, True) die E-Zigarette der Marke „Blue“ gekauft und ist damit definitiv auf dem Vormarsch. Oder Reynolds (Camel, Pallmall, Winston) hat die E-Zigarette Vuse lanciert und macht damit ganz schön Umsatz. Auch die Altria Group, zu der u.a. Philipp Morris gehören, hat eine eigene E-Zigarette, die Markten, auf den Markt gebracht.

    Nach und nach werden also auch finanzstarke Grosskonzerne aus dem Bereich „Rauchen“ ein neues Standbein aufbauen und wen würde es wundern, wenn dann plötzlich, Lobbying sei Dank, jede Menge Informationen bekannt würden.

    Und bis dann suchen wir uns halt mühsam unsere Infos zusammen, ignorieren verpuffende Schlagzeilen und freuen uns jedes Mal, wenn eine fundierte Studie auftaucht.

    Ein wenig hat mich aber auch die folgende Tabelle erstaunt, die aussagt, wie viele fundierte Artikel in der Fachliteratur verschiedener Länder publiziert wurden.

    Wie kann es sein, dass die Schweiz da bereits mit nur 10 x weniger Artikeln als die USA an fünfter Stelle steht? Obwohl die USA immens mehr Dampfer zählt? Obwohl Deutschland in Europa der grösste Dampfermarkt sein soll?

    Ich lasse das jetzt mal stehen, ein klein wenig zufrieden, dass Schweizer offenbar auch dieser Sache auf den Grund gehen ;-)…

     

    Table 4

    The top 10 ranking of the most productive countries that published the largest number of articles in the field of electronic cigarette from the world

    SCRa

    Country

    Number of documents (%)

    h-index

    1st

    United States of America

    120 (33.7)

    22

    2nd

    United Kingdom

    41 (11.5)

    12

    3rd

    Italy

    29 (8.1)

    9

    4th

    Greece

    14 (3.9)

    6

    5th

    New Zealand

    12 (3.4)

    6

    5th

    Switzerland

    12 (3.4)

    6

    7th

    Australia

    8 (2.2)

    4

    7th

    Canada

    8 (2.2)

    3

    7th

    Germany

    8 (2.2)

    1

    10th

    South Korea

    7 (2.0)

    4

    10th

    Poland

    7 (2.0)

    4

    10th

    France

    7(2.0)

    1

    Abbreviation: SCR Standard Competition Ranking.

    aEqual countries have the same ranking number, and then a gap is left in the ranking numbers.

    Zyoud et al.

    Zyoud et al. BMC Public Health 2014 14:667   doi:10.1186/1471-2458-14-667

     

    Quelle: http://www.biomedcentral.com/1471-2458/14/667

     

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