Selbstwickler

Etwas erfahrenere Dampfer landen früher oder später bei Selbstwicklern. 

Die Stelle im Verdampfer, bei der das Liquid erhitzt und damit verdampft, nennt sich Wendel. Meist besteht die Wendel aus einem oder mehreren Strängen Glasfaser oder Silikatschnur und ist mit einem Widerstand (Draht, meist aus Kanthal oder Nichrom) umwickelt. Dieser wird heiss, sobald Strom fliesst.

Ein Selbstwickler gibt einem die Möglichkeit, diese Wendel aus Draht und Faser selber herzustellen bzw zu wickeln.

Durch verschiedene Kombinationen oder Techniken lassen sich so der Flash und Geschmack beim Dampfen an die eigenen Vorlieben anpassen.

 

Materialien

Zur Herstellung des Heizwendels benötigen Sie Draht. Hierfür können Sie entweder Kanthal­ oder Nickel­/Chromdraht verwenden. Auch wenn der Draht in unterschiedlich starken Durchmessern erhältlich ist, werden für das Wickeln von Verdampfern überwiegend die Stärken 0,16 und 0,20 verwendet. Welchen Draht Sie benötigen, hängt in erster Linie davon ab, welchen Widerstand Sie erreichen möchten. Je grösser der Durchmesser des Drahtes ist, desto geringer ist der Widerstand und desto mehr Wicklungen benötigen Sie, um den gewünschten Wert zu erzielen. 

Dies ist auf die Masse des Drahtes zurückzuführen. Ist er dicker, so gibt es im Inneren deutlich mehr Elektronen als in einem vergleichbar langen Stück dünnen Drahtes. Der Strom fliesst schneller hindurch, der Widerstand ist geringer. Sie benötigen also mehr Wicklungen (und damit auch ein längeres Stück) als beim dünnen Draht. Der dickere Draht hat eine größere Oberfläche als der dünne und kann somit mehr Liquid verdampfen, was zu einer gesteigerten Dampfmenge und oft auch zu einem intensiveren Geschmackserlebnis führt.

Der Docht führt dem Heizwendel das Liquid zu und kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Der Klassiker für Selbstwickler ist dabei Glasfaser: diese nimmt sehr viel Liquid auf, beginnt aber zu kokeln, wenn der Liquidtank leer ist. Mit einem Edelstahlsieb (ESS) kann man kostengünstig uns sehr effektiv wickeln. Das Material hat aufgrund der feinen Struktur eine hervorragende Speicherfunktion, und die sehr gute Dampf­ und Aromaentwicklung überzeugt. Silikatschnur ist die etwas teurere Alternative zur Glasfaser und wird deshalb meist von geübten Profis bevorzugt. Sie hat den entscheidenden Vorteil, dass sie auch hohen Temperaturen standhält und nicht mit kokeln zu rechnen ist. 

 

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