• Billiger ist besser

    Heute lassen wir Sie an unserem Alltag teilhaben, der manchmal schon etwas frustrierend sein kann:

    Gestern brummte bei uns der Laden ganz schön. Ein wenig war unser Personal schon überfordert, als 10 Kunden gleichzeitig bedient werden wollten. Aber unsere Jungs haben ihr Bestes gegeben, beraten und erklärt, demonstriert und diskutiert. Selbstverständlich konnten auch diese Kunden bei uns die feinen Markenliquids testen, die wir verkaufen. Denn wir finden es besser, wenn man zuerst probieren kann, bevor man ein nicht ganz günstiges Liquid kauft – das spart so manchen Fehlkauf. Die 2 Herren, die sich im Degustationsmodus bei uns während rund 2 Stunden durch sämtliche Testliquids gedampft haben, waren wirklich nett. Wir haben uns auch bei ihnen alle Mühe gegeben und erklärt und gezeigt. Um dann nach den 2 Stunden zu erfahren, dass die beiden nun nach Hause gehen und feststellen, ob sie die gleichen Liquids allenfalls auch günstiger im Ausland einkaufen können…

    Klar, dass unser Personal da schon etwas frustriert ist. Aber wir geben es offen zu: wir verstehen, wenn man Preise vergleicht und profitiert.

    Was wir weniger verstehen ist die Tatsache, dass man Schweizer Dienstleistung auf Schweizer Boden in Anspruch nimmt und dann davonzieht, um von ausländischen Preisen zu profitieren.

    Heute erinnern wir uns nun an unseren Besuch eines Westschweizer Dampfanlasses letzten Monat, zu dem uns ein Partnershop eingeladen hatte:  Dort haben echte Spezialisten gefachsimpelt und sich miteinander ausgetauscht. Die vielen Klone, die dort präsentiert wurden, haben uns schon mal etwas zu denken gegeben. So richtig schräg kam es uns dann aber rein, als die Dampfer dort sich darüber ausgetauscht haben, wo sie Liquids zum Selbstmischen am allergünstigsten her bekommen – zur Info: Polen und China sollen da sehr gute Adressen sein. Keiner der gefragten hatte irgendwelche Bedenken bezüglich der Qualität – und keiner wusste, wie man die selbst prüfen könnte.

    Da versteht man doch gleich den Gesetzgeber etwas besser, der sich schwer tut mit der Anpassung eines Gesetzes fürs Dampfen. Der möchte nämlich verhindern, dass irgendwelche gepanschte Ware in Umlauf kommt – aus unserer Sicht zu recht! Gleichzeitig scheinen aber viele Dampfer keinerlei Wert auf irgendwelche Qualitätskontrollen zu legen, solange sie die Materialien zum Mischen möglichst günstig bekommen.

    Die Diskussion ging weiter und zu unserem echten Erstaunen fanden dann doch einige der Dampfer, dass es echt schade sei, dass der Schweizer Dampfermarkt nicht mehr wachse. Wo Dampfen doch eine so gute Sache sei. Und dass es einfach viel zu wenige Shops gäbe. Im gleichen Satz erklärte einer, er selbst kaufe ja meistens direkt in China oder auch sonst im Ausland ein. Weil die Preise in der Schweiz zu hoch seien und weil das Angebot hier zu klein ist.

    Also ehrlich, wie geht denn das auf? Wir finden, dass es in der Schweiz wirklich einige sehr gute Shops gibt, die sich alle sehr viel Mühe geben. Da das Kundenpotential hier aber kleiner ist als im Ausland (wievielmal grösser ist z.B. Frankreich? Und wie viele Dampfer gibt es dort bereits? Eben…), kaufen Schweizer Händler in kleineren Mengen und entsprechend zu höheren Preisen ein. Dann zahlen sie ihrem Verkaufspersonal höhere Lohnkosten, denn die Verkäufer hier möchten gerne Schweizer Löhne bekommen, so wie die Kunden auch. Und auch die Mieten liegen hier etwas höher. Gesamthaft liegen die Kosten für unsere Ware hier also höher als die bei unseren ausländischen Kollegen.

    Dafür liegen unsere Dienstleistungen eben auch höher. Die Shops, die wir kennen, seien sie in der Westschweiz, in Kloten, in Bremgarten oder in Schlieren, bieten allesamt eine Topberatung an und nehmen sich Zeit, Fragen zu beantworten. Diese Shops verkaufen mehrheitlich Qualitätsprodukte und keine Klone, so schön billig diese auch sein mögen (deren Qualität lassen wir jetzt mal unkommentiert, aber die Tatsache besteht, dass Kopieren immer billiger ist als Entwickeln).

    Unser Westschweizer Kollege kämpft mit seinem kleinen aber feinen Laden ums Überleben. Er kann keine Billigprodukte anbieten, da er an diesen nichts mehr verdient, nach Abzug seiner Fixkosten. Ganz offensichtlich gibt es in der französischen Schweiz zwei Gruppen von Dampfern: die eine, die kein Problem damit hat, teure Hardware und Liquids zu kaufen, weil sie auf Trends und Qualität setzt. Und die andere, die möglichst billig einkaufen will und sich nach der Beratung dann im nahen Frankreich günstig eindeckt. Beiden Gruppen gemeinsam ist nur, dass sie sich darüber echauffieren, dass es zu wenig Shops in der Schweiz gibt.

    Während aber die eine Gruppe durch Käufe im Inland, die von guter Beratung begleitet werden, mithilft, das Bunte Bild der Vape-Shops am Leben zu erhalten, sorgt die andere Gruppe für deren Untergang.

    Schade, dass so viele aus dieser Gruppe völlig vergessen, dass auch sie selbst oftmals auf Schweizer Kunden angewiesen sind und darunter leiden, wenn diese aus Kostengründen ins Ausland abwandern. Wir finden grundsätzlich auch, dass billiger einkaufen mehr Spass macht – aber wir schätzen es, dass viele inländische Shops alles daran setzen, tolle Produkte und Beratung anzubieten. Und wir wissen, dass diese Leistung einen Preis hat…

    Was denken Sie denn darüber? Wie kaufen Sie ein?

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